Warum wir aufhören müssen, Qualität als unverhandelbar darzustellen.

Zeit, Geld und Umfang — das sind die klassischen Parameter im Projektmanagement.
Doch es fehlt ein vierter Punkt: Qualität.

Warum?

Weil Qualität nicht selbstverständlich ist.
Denn was ist eigentlich perfekte Software?

Allein auf Tool-Ebene kann man beliebig eskalieren:

  • Observability mit Grafana
  • Contract Testing mit Pact
  • 100 % Test Coverage
  • … und so weiter.

Aber in vielen Projekten ist davon wenig zu sehen.
Warum? Weil sich das Preis-Leistungs-Verhältnis häufig nicht lohnt – zumindest kurzfristig.

Die Realität

Wenn die Zeit knapp wird, kommt der Klassiker:

“Wir müssen an der Qualität sparen.”
Gefolgt von:
“Aber Qualität ist natürlich unser höchstes Gut!”

Nur dumm, dass meist nichts anderes verhandelbar ist.
Also wird doch gespart – still und leise.
Code Reviews werden gekürzt, Tests weggelassen, beim Code geschlampt.
Nicht aus bösem Willen – sondern aus Druck.

Und das Perfide: Man sieht es nicht.
Die Qualität leidet im Verborgenen.

Der Ausweg Qualität muss verhandelbar sein.

Sie gehört ins magische Dreieck – neben Zeit, Geld und Umfang.

Wenn an der Codequalität gespart werden muss, dann:

  1. Benennen. Ehrlich sagen, dass hier Schulden aufgenommen werden.
  2. Begrenzen. Zeitlich fixieren – inklusive “Technische-Schulden-Feier” beim Release.
  3. Dokumentieren. Sauber festhalten, was später nachgeholt werden muss.

So werden technische Schulden sichtbar, planbar und reversibel
statt sich heimlich einzunisten und später teuer zu werden.

Fazit

Perfekte Software gibt es nicht.
Aber bewusste Entscheidungen über Qualität – die gibt es.
Und nur wer Qualität verhandelt, kann sie auch bewusst gestalten.

BIGA SOFTWARE
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